Raw Air in Trondheim: Schmid springt nach Aufholjagd in die Top Ten

Stand: 13.03.2024 19:52 Uhr

Zum Abschluss der zweiten Station der “Raw-Air”-Tour haben die deutschen Skispringerinnen das Podest in Trondheim erneut verpasst. Daran konnte auch eine Aufholjagd von Katharina Schmid nichts ändern. Die Slowenin Nika Prevc holte dagegen ihren siebten Weltcupsieg.

Prevc setzte sich am Mittwoch (13.03.2024) von der Großschanze mit Sprüngen auf 127 und 128 Meter (260,2 Punkte) knapp vor der Norwegerin Eirin Maria Kvandal durch, die die vergangenen beiden Wettbewerbe gewonnen hatte. Kvandal hatte zur Halbzeit noch auf Rang eins gelegen, musste sich am Ende aber mit 1,6 Punkten Rückstand geschlagen geben. Die Österreicherin Eva Pinkelnig schaffte es ebenfalls noch auf das Podest (-3,4 Punkte).

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Schmid macht sieben Plätze gut

Katharina Schmid fehlt dagegen weiter die Konstanz. Nachdem die “Raw-Air”-Tour für sie noch so vielversprechend in Oslo begonnen hatte, schaffte es die mehrfache Weltmeisterin auch beim zweiten Wettkampf in Trondheim nicht an ihre Leistung vergangener Tage anzuknüpfen. Mit einem erneut schwachen ersten Sprung (113 Meter) brachte sich die Oberstdorferin schon früh um den Lohn. Zwar schaffte sie es mit einem deutlich besseren zweiten Versuch (125 Meter) noch in die Top Ten, das Podest konnte sie als Siebte allerdings nicht angreifen.

Damit übertrumpfte Schmid auch noch ihre Teamkollegin Selina Freitag, die am Vortag mit Rang sieben noch beste Deutsche gewesen war. Zur Halbzeit lag die 22-jährige Sächsin noch deutlich vor Schmid, konnte ihren neunten Platz dank zweier solider Sprünge im Finale aber immerhin halten.

Freitag nach erstem Durchgang auf Top-Ten-Kurs

Freitag ging nach ihrem siebten Platz vom Vortag mit Rückenwind von der Großschanze – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dennoch trotzte sie den ungünstigen Bedingungen und brachte im ersten Durchgang einen Flug auf 115,5 Meter herunter – Rang neun zur Halbzeit. “Die Bedingungen waren nicht einfach. Das Fluggefühl war nicht ganz so schön“, haderte Freitag im Nachgang, weshalb sie auch nur “teils zufrieden” war.

Auch Schmid hatte mit Rückenwind zu kämpfen. Im Gegensatz zu ihrer Teamkollegin musste sie allerdings viel im Flug korrigieren und landete entsprechend enttäuscht bereits nach 113 Metern. Zum Vergleich: Die Bestweite im ersten Durchgang lag bei 127,5 Metern – aufgestellt von Kvandal, die damit fast 30 Punkte mehr als Schmid sammelte. Dass sie es besser kann, zeigte Schmid im zweiten Durchgang. Für den Sprung nach vorne erwies sich die Hypothek allerdings zu groß.

Wie schon am Vortag zeigten die deutschen Skispringerinnen auch in der Breite ein durchwachsenes Mannschaftsergebnis. Zwar verpasste einzig Anna Rupprecht den Sprung in den zweiten Durchgang, Agnes Reisch auf Platz 16, Luisa Görlich als 21. und Julian Seyfarth auf Rang 26. konnten wie so oft in dieser Saison allerdings keine Akzente mit Blick auf die vorderen Plätze setzen. Erfreulich war aber die Leistung von Reisch, die es mit 117 und 119,5 Metern mal wieder in die Top 20 schaffte.

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Erstmals Skiflug-Weltcup am Monsterbakken

Für die Skispringerinnen steht zum Abschluss der “Raw-Air”-Serie eine Premiere an. Erstmals tragen sie auf dem Monsterbakken in Vikersund zwei Weltcup-Wettbewerbe im Skifliegen aus. Startberechtigt sind dabei die 15 besten Athletinnen des Gesamtweltcups, hinzu kommen noch fünf Athletinnen aus den Top 15 der laufenden “Raw-Air-“Tour.

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